Hamburg/ Kiel, 26.05.2026 Das Land Schleswig-Holstein erweitert sein digitales Serviceportal durch die Integration der Identifikationslösung Nect, die als Schlüsseltechnologie für eine sichere und nutzerfreundliche digitale Identifizierung und Authentifizierung dient. Diese Anbindung an das landesweite Servicekonto ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern jederzeit einen unkomplizierten Zugang zu Verwaltungsleistungen, insbesondere auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Mit der Nect Wallet bietet das Land eine zusätzliche, praxiserprobte Alternative zur BundID, die sowohl für die erstmalige Registrierung als auch für den Login über die App verwendet werden kann. Die technische Umsetzung erfolgt durch Dataport, einen zentralen IT-Dienstleister, der neben Schleswig-Holstein auch für weitere Bundesländer wie Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen tätig ist.
Benny Bennet Jürgens, CEO und Gründer von Nect: „Die Zusammenarbeit ist ein bedeutender Schritt zur Weiterentwicklung digitaler Identitäten in Deutschland. Damit schaffen wir eine vertrauenswürdige Grundlage für skalierbare digitale Verwaltungsprozesse und die künftige Anbindung europäischer Identitätslösungen wie der EUDI‑Wallet.“
Angesichts der Bevölkerungszahl von etwa 2,89 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein und der durchschnittlich zwei Behördengänge pro Person und Jahr eröffnet die Ausweitung digitaler Identifikationsmöglichkeiten erhebliche Effizienzpotenziale. Bereits 2025 wurden über 150.000 Zugriffe auf das Servicekonto registriert, 2026 bislang 60.000. Durch die zusätzliche Identifizierungsoption mit der Nect Wallet erwartet das Land einen signifikanten Anstieg der Nutzung digitaler Verwaltungsangebote. Die Integration der Nect Wallet ergänzt bestehende Identitätsverfahren um eine KI-basierte Lösung, die nicht nur die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen vorantreibt, sondern auch den Zugang zu Onlinediensten erleichtert. Zudem bereitet Schleswig-Holstein sich strukturiert auf die ab 2027 verpflichtende Akzeptanz der European Digital Identity (EUDI)-Wallet vor, um die europäische digitale Identität nahtlos einzubinden.
Schleswig-Holstein setzt mit dieser Kooperation seine auf souveräne, nutzerfreundliche Lösungen ausgelegte Modernisierung der digitalen Infrastruktur konsequent fort, um Abhängigkeiten von externen Drittanbietern zu vermeiden. Nect erfüllt diesen Anspruch durch eine hundertprozentige Eigenentwicklung, bei der sämtliche Technologien, einschließlich der eingesetzten künstlichen Intelligenz, inhouse entwickelt und betrieben werden. Das ePass-Verfahren von Nect ist das einzige im Gesundheitswesen zugelassene, hochsichere Fernidentifikationsverfahren, das auf einer ISO 27001-zertifizierten, eigenständigen Technologie ohne Drittanbieter basiert und das sichere Auslesen von Ausweisdokumenten aus über 180 Ländern ermöglicht.
Der Verzicht auf Cloud-Lösungen von Drittanbietern sowie die Datenverarbeitung ohne Auftragsverhältnisse mit Dritten gewährleisten eine lückenlose technologische Kontrolle. Diese umfassende Souveränität entspricht dem Anspruch Schleswig-Holsteins, als Vorbild für ein sicheres und souveränes digitales Ökosystem zu fungieren und die öffentliche Verwaltung mit modernen, vertrauenswürdigen Identifikationslösungen auszustatten.