Das Wichtigste in Kürze
- Bei Smurfing werden illegale Gelder in kleine, scheinbar legale Transaktionen aufgeteilt.
- Kriminelle nutzen häufig Strohmänner oder Komplizen, um das Geld abzuheben oder Transaktionen durchzuführen.
- Smurfing muss der Financial Intelligence Unit (FIU) gemeldet werden.
Inhaltsverzeichnis
Definition: Was ist Smurfing?
So funktioniert Smurfing

Die Auswirkungen von Smurfing auf die Wirtschaft
Verzerrung wirtschaftlicher Aktivitäten
Verlust an Steuereinnahmen
Stärkung des organisierten Verbrechens
Wie hilft Nect?

Ab wann fallen Bargeldeinzahlungen und Überweisungen unter die Kategorie Smurfing?
Smurfing kann erkannt werden, indem man auf wiederholte, ungewöhnlich kleine Bargeldeinzahlungen oder Überweisungen achtet, die in kurzen Zeitabständen erfolgen. Ein weiteres Indiz können scheinbar nicht zusammenhängende Personen sein, die ähnliche Transaktionen durchführen.
Was muss man tun, wenn man Smurfing erkennt?
Wenn Smurfing verdächtig erscheint, sollte man sofort den Fall bei der Financial Intelligence Unit (FIU) melden. Die Übermittlung der Daten erfolgt digital über die Online Plattform “goAML”. Man sollte keine eigenständigen Ermittlungen durchführen, da dies die Geldwäscher warnen und die Beweissicherung erschweren könnte.
Bekämpfung von Geldwäsche
Gesetzliche Maßnahmen gegen Geldwäsche
In Deutschland wurde 2017 das Geldwäschegesetz durch die BaFin angepasst. Dieses Gesetz stellt sicher, dass Finanzinstitute ihre Kunden identifizieren, eine Risikoeinschätzung abgeben und verdächtige Transaktionen – wie beispielsweise in Form von Smurfing – melden. Strafverfolgungsbehörden haben ebenfalls spezielle Abteilungen, die sich mit der Bekämpfung von Geldwäsche beschäftigen.
Präventive Maßnahmen für Finanzinstitute
Finanzinstitute und andere GwG-Verpflichtete sind gefordert, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Geldwäsche zu verhindern. Dazu gehören die Durchführung von Kundenprüfungen, die Überwachung von Transaktionen (verdächtige Überweisungen, Einzahlungen etc.), die Schulung von Mitarbeitern zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden. Finanzinstitute müssen auch Compliance-Programme implementieren und regelmäßige Audits durchführen, um sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
